Da meine Läufe immer länger werden und die Lauf-Saison nun so richtig los geht, habe ich mich mit dem Energiehaushalt beschäftigt. Ich musste selbst schon am eigenen Leib erfahren, wie kräftezehrend so ein Lauf sein kann und wie belastend es für den Körper ist, wenn man seinen Energiespeicher nicht richtig aufgefüllt hat und sich nur noch auf der Felge nach Hause schleppt. 

Ebenso wichtig, wie das Warm up und die Dehnung ist es unabdingbar, seinen Körper energetisch auf die Belastung vorzubereiten. Aber auch da kann man einiges falsch machen und danebengreifen. Eine falsche Auswahl von Speisen und Getränken kann zu Leistungsabfall und Beschwerden während des Laufs führen. 

Ich kann auch aus eigener Erfahrung sagen, dass man folgende Lebensmittel vor einem Lauf meiden sollte:

Ganz oben auf der Liste der No Go´s for Running ist natürlich der weiße Zucker. Wer sich Low Carb ernährt, verzichtet ja ohnehin schon auf Zucker. Dennoch ist in vielen Köpfen noch verankert, sich vor dem Laufen Süßigkeiten reinzupfeifen. Klar, sind Kohlenhydrate gut für einen langen Lauf, aber zuckerreiche Lebensmittel wie Süßes oder Cornflakes bringen nur negative Leistung. Der Blutzuckerspiegel steigt zwar schnell an, aber genauso schnell sinkt er auch ab in den Keller und dann kommt der Leistungsabfall, Müdigkeit und sogar Kopfschmerzen.

Eine Schüssel Quinoa oder Haferbrei dagegen wirkt langfristig. 

Dann wären da noch zum Beispiel Hülsenfrüchte, wie Bohnen oder Linsen. Eigentlich bieten sie ja unheimlich viel Ballaststoffe und sind daher ideale Lebensmittel. Aber isst man diese vor dem Laufen, werden mit Sicherheit Verdauungsbeschwerden die Folge sein. 

Auch fettreiche Lebensmittel wie Speck, Käse oder Burger sind nicht gut, abgesehen davon, dass diese auch wieder hochkommen können. Fett ist ein Makronährstoff und wichtiger Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung. Aber so ausgewogen Fett auch ist, hat es vor einem Lauf nichts im Magen zu suchen. Fett verdaut einfach zu langsam und das ist der Grund, warum es bei körperlicher Anstrengung zu Unwohlsein bis zum Erbrechen führen kann. 

Die Lebensmittelindustrie wirbt mit Fitnessriegeln und allem, was vor, während und nach dem Sport gut sein soll.

Vor allem Proteinriegel sollen zum Läufer-Handwerkszeug dazu gehören. Aber lasst Euch sagen, der Großteil aller Proteinriegel ist mit Industriezucker hergestellt. Was also nutzt der Fitness-Riegel, wenn es doch den gleichen Effekt hat, wie weißer Zucker und Süßigkeiten. Achtet genau darauf, welche Riegel Ihr kauft oder macht Euch das Müsli am Besten gleich selbst. Dann wisst Ihr was drin ist und dann wisst Ihr, dass es lange anhält und Euren Energiespeicher auch wirklich auffüllt. 

Ich rate auch von Milch oder Joghurt vor dem Laufen ab. Der Milchzucker ist für viele Menschen nicht bekömmlich und kann sozusagen wieder sauer aufstossen. 

Und Sportgetränke sollten ebenso vermieden werden. Alle Isogetränke mixe ich mir selbst, denn in den Sport-Getränken ist einfach zu viel Zucker enthalten. Außerdem trinke ich beim Laufen nur Wasser und erst nach 60 Minuten kommt das Isogetränk zum Zug. Der Körper braucht vorher einfach kein isotonischen Zusatz. 

Was ich auch schon am eigenen Leib erfahren musste, sind Beschwerden durch zu scharfes Essen. Ich esse gern scharf und würzig, muss aber sagen, Chili, Curry & Co haben vor einem Lauf nichts auf dem Speiseplan zu suchen. Scharf treibt zwar den Stoffwechsel an, aber kann auch Sodbrennen und eben Verdauungsprobleme hervorrufen. Darauf möchte man bei seinem Lauf verzichten, kann ich aus eigener Erfahrung berichten. 

Seitdem ich auf die Ernährung vor dem Laufen achte, läuft es sich besser, einfacher und unbeschwerter.

Das ist vielleicht auch der Grund, warum ich mich so kontinuierlich steigere und warum mir das Laufen viel mehr Spaß bereitet als vor Jahren. Welche Erfahrungen habt Ihr schon beim Laufen gemacht? Welche Lebensmittel sind Euch nicht bekommen? 

Ich bin gespannt auf Eure Kommentare. 

Euer Greg

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