Was gibt es von mir aus den vergangenen 4 Wochen zu berichten? Nicht viel, abgesehen davon, dass ich meine 2017er Tenniskarriere erstmal auf Eis legen kann. Auf Eis trifft den Nagel auf dem Kopf, denn ich kühle seit meinem Muskelbündelriss vom 22. Juli die Wade und meinen Unterschenkel kontinuierlich. 

Diese Einblutung im Muskel ist wirklich nichts, worauf man stolz sein kann. Gerade wenn man so ein große ausgeprägte Wadenmuskulatur hat, wie ich. An die ständigen Farbwechsel von lila, zu blau, grün und gelb hab ich mich ja schon gewöhnt, aber an das stark geschwollene Bein und den Knöchel kann man sich schwer gewöhnen. Vor allem, wenn man einen neuen Job hat, der echt Spaß macht und man seine Freude eigentlich garnicht zeigen kan. Ich muss jetzt nicht gerade Luftsprünge und Saltos machen, aber einfach mal normal vor der Belegschaft und dem Chef auftreten wäre ja mal ein guter Zug von meinem Muskelbündel. 

So schlepp ich mich von Tag zu Tag mit Schmerzmitteln, Wobenzym-Tabletten, Eis-Akkus und Retterspitz. Ich muss sagen, dass Retterspitz ist echt gut. Kann ich wirklich jedem empfehlen, der entzündliche Schmerzen an der Muskulatur oder den Gelenken hat. Mein großer Schatz kam damit um die Ecke und seitdem balsamiere ich mich damit ein. 
Irgendwie hoffe ich täglich auf Besserung und meine Hoffnung stirbt wirklich zuletzt. Bisher habe ich immer noch Schmerzen im Unterschenkel, kann schwer auftreten, aber wenn man durch ganz Ost-und Norddeutschland pendelt und den ganzen Tag auf den Beinen ist, kann das irgendwie auch nicht besser werden. 
 
An den Wochenenden lege ich das Bein hoch, bis es wieder vollständig abgeschwollen ist, um es dann an den Wochentagen wieder richtig anschwellen zu lassen. Ein ewiges Hin und Her, sag ich Euch.  Aber Eines habe ich definitiv aus diesem Malheur gelernt. Nie wieder, und wirklich nie wieder werde ich diese verhasste Dehnung vernachlässigen. Und ich kann nur jedem von Euch raten, dehnt Euch bei jeder sportlichen Aktivität. Ihr wollt nicht auch irgendwann so wie ich komplett out of order sein. 
 
Es ist ja auch nicht nur das Liegen und Auskurieren, da hängt ja so viel mehr dran. Nämlich das Mehr-Gewicht, was ma zulegt. Auch wenn ich strikt auf Low Carb achte, schiebt mir doch die mangelnde Bewegung einen Strich durch die Rechnung. Und das schmerzt ebenso stark, wie die Wade. Ich weiß, dass ich, auch bei strenger Diät und Ernährung am Bauch aufschwemme wie mein mit Wasser und Blut gefülltes Bein. Und dann wieder nach ab heute 10-12 Wochen, welches die Prognose meiner Ärzte ist, wieder bei quasi Null zu starten, ist wirklich schmerzlich. Gerade weil ich so gut dabei war und immer beweglicher wurde. 
 
Dennoch will ich Euch meine Low Carb Spezialitäten nicht vorenthalten. Lange Weile macht nicht nur hungrig, sondern auch kreativ. Also freut Euch für die nächste Zeit wenigstens auf meine leckeren und gesunden Rezepte, welche ich die letzten Wochen schon für Euch ausprobiert habe. 
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